Umbau des Niedermühlenwehrs zur
Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit abgeschlossen
Der
Umbau des Niedermühlenwehrs in Remsfeld zur Herstellung
der ökologischen Durchgängigkeit der Efze wurde in
2009 abgeschlossen. In den letzten Tagen des vergangenen Jahres
trafen sich am Niedermühlenwehr zur Abnahme des Bauvorhabens
Herr Sander von der Oberen Wasserbehörde des Regierungspräsidiums
Kassel, der Leiter des Bauamtes der Gemeinde Knüllwald,
Herr Iber, die mit der Planung und Bauüberwachung beauftragten
Ingenieure Dr. Braun und Dr. Träbing vom Ingenieurbüro
Dr. Unger, Homberg, der ausführende Bauunternehmer Lambrecht
aus Homberg und Mitglieder des Sportfischervereins Remsfeld.
Den Bauantrag stellte die Gemeinde Knüllwald bereits am
14.12.2004. Während des Hessentages 2008 in Homberg (Efze)
nahm der damalige Hessische Minister für Landwirtschaft,
Forsten und Umwelt Wilhelm Dietzel im Beisein des Hessentagspärchens,
von Bürgermeister Müller, Knüllwald, VHF-Vize-Präsident
Wenderoth, den Anliegern und zahlreichen Mitgliedern des Sportfischervereins
Remsfeld e.V den ersten Spatenstich vor. Kurz danach erfolgte
die förmliche Zusage für die finanzielle Bezuschussung
durch das Land Hessen und mit den Bauarbeiten wurde begonnen.
Auch ein landschaftlicher Begleitplan war erstellt worden. Die
Remsfelder Fischaufstiegsanlage liegt im FFH-Gebiet und ist
das elfte von 15 Wehren, welches umgebaut worden ist.
Die Einleitung des Wassers der Efze erfolgt durch einen Einschnitt
in der Wehrmauer. Es fließen 40 Liter Wasser pro Sekunde
durch 16 neu errichtete Gumpen. Diese sind ca. einen Meter tief,
ca. vier Meter breit und durch das Aufbrechens des Gerinnsels
und das Setzen von Basaltsteinen auf voller Breite entstanden.
Das Steinmaterial stammt aus einem Remsfelder Basaltsteinbruch.
Durch wechselseitigen Wasserdurchfluss fließt das Wasser
dann weiter ab in die Efze.
Dem Wasserrechtsberechtigten des Niedermühlenwehrs ist
keine Beeinträchtigung seiner Rechte widerfahren. Es ist
noch genügend Wasser zum Betreiben seiner Turbine vorhanden.
Ein Horizontalrechen unter der Wasseroberfläche vor der
Durchlauföffnung in der Form einer abweisenden Hand wurde
als Treibgutabweiser montiert.
Die Kosten für das Bauvorhaben betrugen ca. 50.000,- €
und liegen deutlich unter dem Voranschlag.
Das Land Hessen zahlt einen Zuschuss von 85%. Je 7,5% der Kosten
tragen der Schwalmverband und die Gemeinde Knüllwald, die
zusätzlich noch für die Genehmigungskosten aufkommt.
Der Sportfischerverein Remsfeld e.V. hat mit dem Schwalmverband
bereits 2008 eine Bachpatenschaft-Vereinbarung abgeschlossen,
wonach die Remsfelder Angler die Aufgabe übernommen haben,
die Öffnung in der Wehrmauer von "Geschwämmsel"
frei zu halten.
Während einer Wanderung an der Efze im Sommer 2009 besichtigten
die Mitglieder der Verbandsgewässergruppe "Untere
Schwalm" und des NABU, Ortsgruppe Homberg, die beiden Wehre
in Remsfeld und Relbehausen, die im Gebiet von "Efze-vital"
liegen.
Dass die Aufstiegsanlage von den heimischen Fischen angenommen
wird, konnten die Petri-Jünger schon kurz nach der Fertigstellung
mehrfach beobachten.
Nun hofft man, dass noch weitere Wehre an der Efze naturnah
zur ökologischen Durchgängigkeit dieses Gewässers
im Knüll in nächster Zeit umgebaut werden.