Naturschutz
 
 

Fischaufstieg in der Lahn

 
Sichtbare Fortschritte…
 
…gibt es an der Baustelle am Stadtwerke-Wehr in Gießen. Wie bereits im HESSENFISCHER Nr. 3/2008 berichtet, wird dort eine Fischaufstiegsanlage eingebaut. Bereits der Beginn der Bauarbeiten gestaltete sich sehr schwierig, weil zuvor Taucher des Kampfmittelräumdienstes die Baustelle nach explosiven Hinterlassenschaften aus den Bombennächten vom Dezember 1944 absuchen mußten, was sehr aufwendig und teuer war. Auch die Bauausführung selbst ist technisch anspruchsvoll, weil die Fischaufstiegsanlage nicht direkt durch den hohlen Wehrkörper geführt werden kann. Grund dafür sind Versorgungsleitungen, welche dort verlaufen. Sie muß deswegen im Bereich der vorhandenen Eisklappe eingebaut werden.
Auf den Bildern, die am Anfang Mai aufgenommen wurden, ist zu erkennen, daß der Einlaufbereich der Fischaufstiegsanlage oberhalb des Wehrs weitgehend fertiggestellt ist.
Unterhalb des Wehrkörpers ist die Baufläche durch große Sandsäcke abgedämmt, damit dort die notwendigen Arbeiten durchgeführt werden können.
Der Nutzeffekt der fertiggestellten Fischaufstiegsanlage wird sicherlich am etwa fünfhundert Meter flußaufwärts gelegenen "Lahnfenster" am Wehr der Klinkel´schen Mühle sichtbar werden, denn die etwa 1,5 km unterhalb gelegene Sohlschwelle bei Heuchelheim ist bereits durchgängig, sie ist mit einem Borstenfischpaß ausgestattet. Damit ist zukünftig ab Dorlar ein langer Lahnabschnitt für die Fische flußaufwärts bis weit oberhalb Gießen passierbar.


LRP
 
   
Blick vom Unterwasser auf das Wehr (rechts) und die alte Eisklappe
(links), dazwischen der alte Wehrpfeiler, in dem noch die alte, nie funktionsfähige "Fischtreppe" zu erkennen ist.
Die Baustelle ist mit großen Sandsäcken abgedämmt
Hier entsteht der untere Teil der Fischaufstiegsanlage
Die alte stählerne Eisklappe zwischen Stützmauer (links) und Wehrpfeiler(rechts). An ihre Stelle kommt die Fischaufstiegsanlage Der obere Teil der Fischaufstiegsanlage (Ausstiegsbereich) ist weitgehend fertiggestellt. Die Spundwandumschließung wird später an Schmalseite (im Bild vorne) geöffnet. Blick vom Oberwasser flußabwärts
   
 
Fotos LRP