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Das Gegenteil von gut
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...ist "gut gemeint"
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So war es auch mit den
an sich sinnvollen und notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung
der Gewässerstruktur, unter anderem einer Anhebung der
Sohle eines hessischen Mittelgebirgsbachs. Nur hatten Maßnahmenplaner
und -träger, allen voran die zuständige obere Naturschutzbehörde,
den betroffenen Fischereiverein nicht informiert. Der erfuhr
erst aus der Presse davon, daß an seinem Gewässer
entsprechende Maßnahmen in Gang gesetzt waren. Und ausgerechnet
wenige Tage, nachdem die Bachforellen dort abgelaicht hatten,
wurden dann Erdarbeiten durchgeführt. Ergebnis: Bachforellengelege
hinüber, mindestens ein Jahrgang aus natürlicher Reproduktion
sind zum Teufel. Daß die Baggerarbeiten nur bei Frost
durchgeführt werden sollten, um Flurschäden zu vermeiden,
ist aus Sicht des Planers und Bauleiters zwar plausibel, aber
für die Fische es war es die absolut falsche Zeit.
Um dieses -und einiges andere- klarzustellen, bedurfte es aber
erst eines großen Ortstermins fünf Tage vor Weihnachten,
der nach heftiger Intervention des Verbandes bei der oberen
Naturschutzbehörde von dieser anberaumt wurde. Da waren
dann endlich alle Beteiligten und Betroffenen beisammen, um
Klartext zu reden. Ergebnis: Maßnahme prinzipiell in Ordnung,
Informationsfluß mangelhaft, Zeitpunkt der Ausführung
fischbiologisch falsch. Man hätte es besser machen können.
Erfahrungssatz: wie eingangs gesagt - oder: Planung ist die
Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum.
LRP |
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Vorher
Hier haben Bachforellen eben abgelaicht
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Nachher
Eine Woche später: Ein Stück bachaufwärts hat der
Bagger zugelangt, abgeschwemmter Lehm hat die Laichbetten zugedeckt,
das Lückensystem ist "dicht", die Bachforellengelege
sind deshalb ohne Sauerstoffzufuhr
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Fotos: LRP
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