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Hessisches
Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft
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Wiesbaden, 22.03.2010
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| Presseinformation |
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Lautenschläger: Hessen ist stark bei
Renaturierung und Hochwasserschutz
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Umweltministerin gibt am Weltwassertag
Startschuss für Gersprenz-Renaturierung
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Die Hessische Landesregierung fördert
Maßnahmen für Hochwasserschutz und Renaturierungen
in diesem Jahr mit 15 Millionen Euro. Dies teilte die hessische
Umweltministerin Silke Lautenschläger am Montag in Reinheim
(Kreis Darmstadt-Dieburg) bei einer Veranstaltung zum Weltwassertag.
Dieser von den Vereinten Nationen ausgerufene Tag findet seit
1993 jährlich am 22. März statt. Durch Renaturierungsmaßnahmen
sollen Hessens Flüsse und Bäche in ihren natürlichen
Zustand zurückversetzt werden. Dazu zählt, dass
keine Uferbefestigungen zurück bleiben und auch keine Querbauwerke
wie zum Beispiel Wehre. Dies dient dem Hochwasserschutz aber
auch der Wasserqualität und dem Erhalt der Arten,
erklärte Lautenschläger. Im Kampf gegen die Hochwassergefahr
an Flüssen und Bachläufen habe die Hessische Landesregierung
seit 1999 insgesamt 195 Millionen Euro investiert, sagte die
Ministerin. In Hessen gibt es 1.350 Bäche und Flüsse.
Knapp 600.000 Euro für die Renaturierung der Gersprenz
Im Reinheimer Stadtteil Überau gab sie den Startschuss
für die Renaturierung der Gersprenz, einem Nebenfluss des
Mains. Die Maßnahme wird mit 592.000 Euro vom Land gefördert.
In den Gemarkungen Groß-Zimmern und Otzberg wird für
die Gersprenz auf 1,4 km Länge ein neuer abwechslungsreicher
Gewässerverlauf entstehen. Das Gewässerbett kann sich
nach den Worten der Ministerin in Zukunft eigendynamisch entwickeln
und auf dieser Strecke naturnah mit unterschiedlichen Breiten
und Wassertiefen verlaufen. Gewässeraufweitungen werden
entstehen, Flachwasserbereiche eingerichtet und Uferabschrägungen
vorgenommen werden. Die Maßnahme ist gut für
die Natur und die Artenvielfalt aber natürlich auch
für den Hochwasserschutz.
Die größten Hochwasser-Schutzmaßnahmen in Hessen
Die teuerste Einzelmaßnahme in Hessen war im letzten Jahrzehnt
das knapp 9 Millionen Euro teuere und von der EU mit finanzierte
Hochwasserrückhaltebecken Katzenmühle bei Schauenburg
(Kreis Kassel). Acht Millionen Euro kostete der Bau des großen
Hochwasserrückhaltebecken Ehringen/Erpe bei Volksmarsen
(Kreis Waldeck-Frankenberg), wo ein Stauraum von 1,4 Millionen
Kubikmetern und einer Fläche rund 36 Hektar entstanden
ist. 7,5 Millionen Euro kostet der Hochwasserschutz an der Nidda
im Wetteraukreis. Für den Neubau und die Erweiterung von
Hochwasserschutz-Deichen an der Lahn in der Gießener Weststadt
wurden sechs Millionen Euro veranschlagt.Pressestelle: Ministerium
für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Pressesprecher: Christoph Zörb, Mainzer Str. 80, D-65189
Wiesbaden
Telefon: (0611) 815 10 20, Fax: (0611) 815 19 43
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