LFV Hessen
 
 

Tag der Fischerei am Jagdschloss Kranichstein

 
 
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"Frische Fische fischt........"
 
(2) Unter diesem Motto fand am 20. September am Jagdschloss Kranichstein ein Aktionstag rund um die Fischerei statt. Für Erwachsene und Kinder, mit Aquarien, vielen Anlaufpunkten und einer Rallye rund um das Thema Fischerei.
Was sich in heimischen Gewässern tummelt, welche Rolle die Fischerei heute spielt und wie Fisch so richtig lecker zubereitet werden kann.
Nach morgendlichen Dunstschwaden bot der im 16. Jahrhundert erbaute Backhausteich eine prächtige Kulisse für den ersten "Tag der Fischerei" in Hessen. Und wie sich später eindrucksvoll zeigte, es sollte ein guter Tag werden


Zur Eröffnung um 11:00 Uhr fanden sich schon zahlreiche Gäste an den Ufern des durch Alleen gesäumten Teiches ein.

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Der Präsident des Landesjagdverbandes, Herr Möller, war ebenso anwesend wie die Herren Apel und Koch von der Obersten Fischereibehörde im Ministerium, sowie Dr. Köhler von der Oberen Fischereibehörde im RP Darmstadt.
Auch die örtlichen Unteren Fischereibehörden und Landtagsabgeordnete nahmen an der Eröffnung teil.

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Hessischer Jägerhof, Dr. Dertz, brachte in seiner Begrüßungsrede die Freude darüber zum Ausdruck, hier in Kranichstein den ersten Tag der Fischerei in Hessen zu präsentieren.
Der Anstoß dazu kam seinerzeit von der Geschäftsführerin der Stiftung. Die gute Zusammenarbeit und Planung der beteiligten Verbände mit Frau Kessler und der Kuratorin, Frau Onno Faller, haben diese Veranstaltung dann möglich gemacht.
Der hessischen Fischerei bot sich hier die Chance, der Öffentlichkeit ihr breites Wirken im Gewässer- und Fischartenschutz vorzustellen

Frau Staatsministerin Silke Lautenschläger ging auf das Lebensmittel Fisch ebenso ein wie auf die immense ehrenamtliche Leistung der Fischerei im Gewässer- und Fischartenschutz. Besonders lobte sie die Zusammenarbeit von Fischerei und Jagd für diesen Aktionstag.
"Die hessischen Fischer kümmern sich nicht nur um die praktische Gewässerpflege. Auf ihre Initiative gehen viele Maßnahmen zurück, die für eine nachhaltig bessere Wasserqualität gesorgt haben", sagte die Ministerin und betonte, dass es heute das vorrangige Ziel der Petrijünger ist, Bäche und Flussläufe, Teiche und Seen mit ihrer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt nachhaltig zu bewahren. "Eine starke Fischerei ist ein starker Beitrag zum Umweltschutz."

Die Begrüßungsreden beschloss Gert Wenderoth in seiner Eigenschaft als Präsident des Landesfischereiverbandes Hessen e.V. Er bedankte sich bei Dr. Dertz und der Stiftung für die Bereitschaft, den Tag auszuführen und wesentlich mit zu tragen.
Sein besonderer Dank galt dabei Frau Geschäftsführerin Kessler und Frau Kuratorin Faller. Ein Dank ging auch an die Behörden des Landes und hier besonders an die Fischereibehörden im Ministerium und im RP Darmstadt. Natürlich fehlte auch nicht der Dank an die vielen Fischer- und Anglerfreunde des Verbandes Hessischer Fischer und des Landesverbandes Hessen des VDSF, die für Gestaltung, Aufbau und Durchführung den größten Teil an Arbeit, Zeit und Geld beigetragen haben.

Dieser Tag sollte auch die Kooperation der Fischerei mit dem Museum Bioversum endgültig besiegeln. Im Museum Bioversum ist die Fischerei mit einer kleinen Abteilung integriert. Wir möchten die Einrichtungen des Museums und des Jagdschlosses zukünftig zusätzlich für Ausbildungs- und Weiter-bildungsmaßnahmen nutzen und den Backhausteich betreuen helfen.

Der spontane Handschlag zwischen Dr. Dertz und Gert Wenderoth bekräftigte den Willen beider Organisationen zur gemeinsamen Arbeit. Frau Ministerin Lautenschläger und Präsident Möller des Landesjagdverbandes sahen es wohlwollend, ist doch die Gemeinsamkeit auch in ihrem Interesse.

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Nach der Eröffnung nutzten die Vertreter des Ministeriums die Gelegenheit zu einem Rundgang, um sich persönlich von den angebotenen Informationen ein Bild zu machen (Foto 5).
Danach setzte ein steter Besucherstrom ein, der bis zum Ende der Veranstaltung anhielt (Foto 6).
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Am Informationsstand konnten die ankommenden Besucher bei Mitarbeitern des Bioversums Auskünfte einholen und die Stationspläne erhalten. Hier war auch der Ausgangspunkt der Expeditionen und Führungen (Foto 7).

Ein von Thomas Deuster geführter Spaziergang um den Backhausteich gab einen Eindruck von der Anlage und vermittelte historisches Wissen über das Gewässer.

Die Expedition zum Ruthsenbach fand sehr viele Teilnehmer. Dr. Christian Köhler von der Oberen Fischereibehörde demonstrierte die Untersuchung des Fischbestandes mit Hilfe der Elektrofischerei. Dabei konnten einige einheimische Fische gezeigt werden, wie Flussbarsch, Döbel, Rotauge und natürlich unsere Bachforelle. Zumeist waren die Teilnehmer über die Vielfalt und Anzahl der Tiere überrascht, die Kinder durften Dr. Köhler helfen, die in Eimern gehälterten Fische anschließend schonend wieder zurückzusetzen (Foto 8).

Im Besucherlabor des Bioversums lief derweil ein Film zum Wiederansiedlungsprogramm des Lachses in der Wisper.

Direkt am Zeughaus war ein Infostand des befreundeten Landesjagdverbandes Hessen aufgebaut. Bei den dortigen Falknervorführungen wurden einige Greifvögel bei der Arbeit gezeigt (Foto 9).

Am Backhausteich wurde ein sehr breiter Themenbogen gespannt. Eine Wasserrallye forderte zum Erforschen des Lebensraumes Wasser auf, dabei winkten kleine Sachpreise (Foto 10).

Früher war alles anders..., eine Ausstellung zur Geschichte der Angel- und Teichfischerei, mit Workshops zu alten Knüpftechniken und dem Drehen von Schnüren. Hier war Alwin Kaiser von der Main-Fischerzunft in seinem Element. Netze aus der Berufsfischerei konnten angeschaut werden. Alwin Kaiser zeigte zusammen mit seiner Frau Knüpftechniken zur Herstellung und Reparatur der Netze (Foto 11).

Direkt nebenan konnte man in den Aquarien unsere heimische Fischwelt bestaunen. Viele Arten waren vertreten und zeigten sich in ihrer Vielfalt der Formen und Farben. Franz Vaskovic hielt die Tiere bei bester Gesundheit und stand selbstverständlich für Fragen zur Verfügung (Foto 12).

Der Schutz für den Steinkrebs war Thema der von Rainer Hennings und seiner Tochter betreuten Station. Die fachlichen Informationen wurden ergänzt durch Spiel- und Bastelangebote rund um die Flusskrebse.

Vom Schlosshof kommend konnten sich die Besucher bei Wolfgang Fritsch und Olaf Klein über den Einstieg in eine Anglerlaufbahn informieren. Es wurde aufgezeigt, dass die Ausbildung mit abgeschlossener Anglerprüfung ein sehr schönes Hobby ermöglicht, und das mit Nutzen für die ganze Familie. Denn frischer Fisch ist immer eine willkommene Ergänzung der Speisekarte (Foto 13).

Die Kunst des Fliegenbindens zeigte Hans Geisenhof in seiner Station. Die Nachbildungen von Insekten bzw. Larven werden bei der Fliegenfischerei eingesetzt (Foto 14).

Am Bioversum-Minimarkt konnte man sich eindecken mit Becherlupen, Angelködern und Büchern.

Über die Arbeit der Gewässerwarte informierten Jens Kusch und Karl Schwebel an einem Stand der die Praktiken der biologischen und chemischen Gewässeruntersuchungen zeigte. Die Besucher konnten Probleme mit ihrem Gartenteich diskutieren, oder sogar selbst chem. Parameter bestimmen. Mit Mikroskop und Becherlupe konnten Bachflohkrebse und Insektenlarven bestaunt werden (Foto 15).

Für die sportliche Einlage sorgte Oliver Schmarowski mit Vorführungen im Casting und Turnierwurfsport aua der Wiese unweit des Jagdschlosses und nahe der Cateringstation (Foto 16).

Um das angebotene Programm durchzustehen, konnten sich die Besucher mit diversen Fischgerichten stärken. Die Fischzucht Lenz bot neben gebeizter Lachsforelle und Räucherforelle auch Backfisch an. Für Getränke sorgte das Bioversum.

Damit die Besucher die Angst vor grätenreichen Fischen verlieren, zeigte die Fischzucht Groß, wie ein Fisch mit wenigen Schnitten pfannenfertig zerlegt wird (Foto 17).

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Fotos 3,5,6,7,9,10,13,15,16,17: LRP/ghs
Foto1,2,11: I. Wenderoth
Fotos 8,12,14: K. Schwebel
Foto 4: Christine Neumann

 
Zwei Besucherstimmen zur gesamten Veranstaltung:

".......ich hätte nie gedacht dass es solche Fische im Ruthsenbach gibt......"

"........eine sehr informative Veranstaltung, nicht aufdringlich, ..........."

Und ein persönliches Resümee dazu:

Dieser Aktionstag war ein Erfolg., er sollte dem Wunsch vieler Besucher folgend eine Fortsetzung haben.


Karl Schwebel