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"Um den langfristigen Erfolg der Wiederansiedlung zu
sichern, führen wir die Besatzmaßnahmen bis dahin
weiter fort. Gleichzeitig betreten wir mit der Maifischzuchtanlage
in Aßlar einen neuen Projektabschnitt", so Weinmeister.
Die Pilotanlage auf dem Werksgelände der Hermann Hofmann
Gruppe im hessischen Aßlar soll dazu beitragen, die
Haltungsbedingungen für Maifische in Zuchtanlagen zu
optimieren, um zunehmend auf die Entnahme wildlebender Tiere
für Besatzmaßnahmen verzichten zu können.
Die ausgesetzten jungen Maifische stammen derzeit noch aus
den Flüssen Garonne und Dordogne. Dort lebt der größte,
in Europa noch verbliebene Maifischbestand. Da Maifische im
Laufe ihrer Entwicklung ins Meer abwandern und zum Ablaichen
in die Flüsse zurückkehren, in welchen sie selbst
aufgewachsen sind, rechnet Weinmeister mit den ersten in den
Rhein zurückkehrenden Maifischen ab dem Jahr 2014.
Ein wesentliches Kriterium für den Betrieb
einer Maifischzucht ist die Verfügbarkeit von warmem
Wasser, die bei dem Betreiber der Trockenstabilatanlage im
Lahn-Dill-Kreis durch die Abwärme gegeben ist. "Darüber
hinaus verfügt dieser Betrieb über eine hervorragende
Infrastruktur, von der wir partizipieren dürfen",
lobte der Staatssekretär.
Die Hermann Hofmann Gruppe hat für ihr Engagement sogenannte
"Öko-Punkte" erhalten, mit welchen der Eingriff
in die Natur an anderer Stelle ausgeglichen werden kann.
"Das Maifisch-Projekt ist ein Vorzeige-
und Erfolgsprojekt für die Zusammenarbeit über die
Grenzen von Bundesländern und Nationen hinweg",
so Weinmeister und weiter: "Wir kommen einen großen
Schritt weiter, dem Rhein seine ursprüngliche Fischfauna
wiederzugeben und gleichzeitig wird unsere seit 1995 bestehende
Partnerschaft mit der Aquitaine ein weiteres Mal vertieft
und mit Leben gefüllt."
Hintergrund:
Der heringsartige Maifisch wird 50 bis 70 Zentimeter lang
und bis zu drei Kilogramm schwer. Er verbringt den größten
Teil seines Lebens im Meer. Im Alter von drei bis fünf
Jahren wandert er im Frühjahr in großen Schwärmen
viele hundert Kilometer die Flüsse hinauf, um sich während
der warmen Mainächte auf Kiesbänken fortzupflanzen
und anschließend zu sterben. Nach nur vier Tagen schlüpfen
bereits die kleinen Maifische aus den Eiern. Während
der warmen Sommermonate wandern die jungen Maifische die Flüsse
abwärts, verweilen einige Wochen in den Flussästuaren
bevor sie ins offene Meer übersiedeln, wo sie bis zum
Erreichen der Geschlechtsreife heranwachsen.
In der Anlage in Aßlar soll genau dieser
Lebensabschnitt mit aus Frankreich gelieferten Jungfischen
simuliert werden und diese bis zur Geschlechtsreife in Gefangenschaft
herangezogen werden. Der Nachwuchs dieser sogenannten Elternfische
wird zukünftig im Rhein ausgesetzt werden. Maifische
werden für gewöhnlich im Alter von 3 bis 5 Jahren
geschlechtsreif, so dass ab dem Jahr 2015 erste eigene Larven
in den Aßlarer Becken schwimmen sollen. Das Gesamtprojekt
ist auf mindestens 5 Jahre angelegt.
Die Finanzierung des Projektes erfolgt
durch verschiedene Co-Finanzierer aus Deutschland, den Niederlanden
und Frankreich sowie bereitgestellten Mitteln des EU-LIFE
+ - Programms.
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| Staatssekretär
Mark Weinmeister, die Vizepräsidentin des Regionalrates
der Aquitaine, Monique De Marco und VHF-Präsident
Rjurik Nentwig begrüßen die Anwesenden |
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| Staatssekretär
Mark Weinmeister (mi.) im Gespräch mit der französischen
Vizepräsidentin des Regionalrates der Aquitaine Monique
De Marco |
In
diesem Becken schwimmen die winzigen Maifischlarven |
Projektleiter
Dr. Andreas Scharbert erklärt die Haltungsbedingungen
für Maifische in Zuchtanlagen |
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