| Zur Erklärung der Norddeutschen
Fischereiminister am Fischfang in EU-Schutzgebieten festhalten
zu wollen und der Kritik an Greenpeace erklärt die fischereipolitische
Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan:
Traditionelle Fischerei muss auch in Natura-2000-Schutzgebieten
möglich bleiben. Fischereibeschränkungen in Meeresschutzgebieten
sind nur dann sinnvoll, wenn wir europaweit gleich hohe Standards
haben. Es geht darum Lebensräume zu schützen. Lediglich
punktuelle erschärfungen helfen dem Artenschutz nicht,
den Fische halten sich nicht an nationale Grenzen. Wir
brauchen deshalb europaweite Managementpläne für
Natura-2000-Schutzgebiete, die auch die Interessen der Fischer
berücksichtigen.
Die Greenpeace-Aktion vor Sylt geht ins Leere
und war rechtswidrig. Statt die Schweinswale zu schützen,
gefährdet die Organisation Menschenleben. Der Schutz
der Schweinswale ist wichtig. Es war aber die dänische
Fischereiflotte, die in den vergangenen Jahren mit mehreren
Tausend
Schweinswalen pro Jahr die höchste Beifangquote zu verzeichnen
gehabt hat. Einseitige Einschränkungen und Verbote der
deutschen Küstenfischerei gefährden in Deutschland
Arbeitsplätze, schaden dem Tourismus in Küstenregionen
und verbessern den Artenschutz nicht.
12.08.2011
Christopher Hauss
Pressereferent
Büro Dr. Christel Happach-Kasan,
MdB
|