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Hessisches
Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft
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Wiesbaden, 08.09.2010
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| Presseinformation |
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Puttrich: Wir brauchen den Energiemix
und die Kernkraft als Brückentechnologie
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Umweltministerin setzt auf
erneuerbare und konventionelle Energieträger
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Hessens
Umweltministerin Lucia Puttrich setzt auf einen breiten Energiemix
aus erneuerbaren Energien und konventionellen Energieträgern
einschließlich der Kernkraft. Dies sagte sie am Mittwoch
im Wiesbadener Landtag. Die hessische Energiepolitik richtet
sich an den drei Prämissen Versorgungssicherheit, Preisgünstigkeit
sowie Klima- und Umweltfreundlichkeit aus. Deshalb brauchen
wir einen Energiemix, der die Kernkraft einschließt,
sagte Puttrich. Sie begrüßte die Entscheidung der
Bundesregierung zu einer Laufzeitenverlängerung. Durch
eine Laufzeitenverlängerung der Kernkraftwerke sei Verlässlichkeit
und Planungssicherheit hergestellt. Zudem würde der Ausbau
der erneuerbaren Energien vorangebracht, da die Energiekonzerne
finanziell in die Pflicht genommen würden. Wir können
nicht von heute auf morgen auf 100 Prozent erneuerbare Energien
umstellen. Wir brauchen die Kernkraft als Brücke bis ausreichend
Netze und Speichertechnologien zur Verfügung stehen, um
den durch die erneuerbaren Energien erzeugten Strom zu verteilen.
Ziel der Hessischen Landesregierung ist es, den Anteil
erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent am Endenergieverbrauch
ohne Verkehr zu erhöhen und den Energieverbrauch gleichzeitig
um ein Fünftel zu reduzieren. Eine wichtige Rolle
beim Ausbau der erneuerbaren Energien spiele laut Puttrich dabei
die Biomasse. Sie soll im Jahr 2020 rund die Hälfte der
erneuerbaren Energien abdecken. Auch die Solarenergie und die
Windkraft würden einen Beitrag leisten.
Puttrich betonte, dass die Hessische Landesregierung neben den
erneuerbaren Energien vor allem der Energieeinsparung große
Bedeutung beimesse. Die entscheidenden Projekte sind
angestoßen, sagte die Ministerin. So arbeiteten
beim Projekt HIER! (Hessen Innovationen für Energie- und
Ressourceneffizienz) beispielsweise das Land Hessen, Wirtschaft
und Wissenschaft zusammen, um Unternehmen dabei zu unterstützen
Produktionsprozesse energetisch effizienter zu gestalten. Die
Landesregierung selbst gehe mit gutem Beispiel bei der Energieeffizienz
voran. Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie habe die Landesregierung
das Projekt zur CO2-Neutralität der hessischen Landesverwaltung
ins Leben gerufen. Neubauten würden hier unter Beachtung
von Wirtschaftlichkeitskriterien in Passivhausbauweise errichtet,
um den Bedarf an Wärmeenergie zu minimieren. |
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