Gewässerschutz
 
 
Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft
und Verbraucherschutz
Wiesbaden, 27.07.2012
Presseinformation
 
"Wanderhindernisse in der Usa werden beseitigt"

Land fördert Renaturierungsmaßnahmen in Neu-Anspach mit 121.280 Euro
 

Die Usa soll durchgängiger werden. Um dieses Vorhaben umzusetzen unterstützt das Land entsprechende Maßnahmen der Stadt Neu-Anspach finanziell. Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister überreichte heute einen Förderbescheid über 121.280 Euro an die Kommune. Die Mittel stammen aus dem Landesprogramm Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz, für das die Landesregierung in diesem Jahr 14 Millionen Euro bereit gestellt hat. "Durch die Renaturierungsarbeiten wird das Bachbett verbreitert und vorhandene Wanderhindernisse, so genannte Sohlabstürze, für Fische und andere Tiere zurückgebaut", sagte Weinmeister. Das Gefälle soll zukünftig durch naturnahe Sohlgleiten überbrückt werden, die ein zu schnelles Abfließen des Wassers und damit Erosion verhindern. So soll die lineare Durchgängigkeit gewährleistet werden, damit Fische und andere Kleinlebewesen die Chance haben, auch flussaufwärts zu wandern. Mit der Renaturierungsmaßnahme an der Usa wird eine Forderung der EU-Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt. Diese verpflichtet die Mitglieder der Europäischen Gemeinschaft, die Gewässer in einen guten ökologischen Zustand zu bringen, damit sich möglichst viele Pflanzen und Tiere dort entwickeln können.
Durch die Gewässeraufweitung soll sich das Wasser der Usa innerhalb bestimmter Flächen zukünftig seinen Weg selbst suchen können. Im Zuge der Maßnahmen werden auch die Betonmauern der ehemaligen Wehranlagen abgerissen. Innerhalb der Ortslage von Neu-Anspach wird das 17 Meter lange Rohr, durch das die Usa momentan geleitet wird, auf einer Länge von 12 Metern durch ein Kastenprofil ersetzt. Vereinzelt sollen größere Störsteine als Trittsteinfunktion für Kleinsäuger in den Durchlass eingebaut werden.